Donnerstag, 31. Juli 2008

S & S

"Wir hoffen, dass du das Richtige Verhältnis zwischen S & S (Strebertum und Szene) findest" (Auszug aus einer Mail, die Christian im Zuge meiner Wohnungssuche geschrieben hat) 

Ehrlich gesagt schlägt das Pendel gerade arg in eine Richtung aus (fürs Herausfinden in welche hilft vielleicht der Tipp, dass hier immer noch die Hausarbeit aus dem Sommersemester 2007 liegt, die ich hier eigentlich machen w/sollte). Denn zwar war der Tag gestern absolut für die Katz' - einer dieser Tage, an denen man sich zu nichts aufraffen kann -, der Abend aber dafür umso toller. Zuerst wieder mal volles Haus, mit Pierre (mit dem wir gestern schon aus waren) und Kathie, zwei ehemaligen Mitbewohnern von hier, und ihren Freunden, später dann voller Club (der dummerweise nur 5 Minuten von mir ist - Szeneviertel eben ;-)). Aber ich bin ganz sicher: Auf Partys lernt man am besten Spanisch! (zumindest den "Slang" bzw. die "Chilenismos")

Ansonsten ist nicht allzu viel passiert - ein bisschen Herumgeschlendere in der Stadt, Kennenlernen weiterer Viertel (z.B. Patronato - dem Marktviertel. Sobald ich wieder eine Kamera habe laufe ich da nochmal hin - die Markthalle ist RIESIG! Aber, leider leider, hab ich keine gerösteten Heuschrecken gefunden. Erst beim nächsten Mal in Mexiko, Birte!) und Abholen des Notfall-Groschens von VISA. 

Heute um drei ist die Introducción, die Einführungsveranstaltung der Uni. Ab Montag geht es dann los - die erste Woche ist zum Reinschnuppern, ab dann muss man definitive Kurse benennen. 

So viel fürs Erste, Ade!

P.S.: Danke Basti für die Mail - die Party holen wir nach!

Dienstag, 29. Juli 2008

Las Noches

Schade eigentlich, dass ich gerade keine Kamera mehr habe - gestern und vorgestern wären ein paar schöne Bilder drin gewesen. 

Sonntag habe ich zunächst einmal meine neue Mitbewohnerin, Janina, kennengelernt. Sehr nettes Mädel aus Essen. Und stilecht haben wir natürlich erstmal ein schönes Abendessen veranstaltet: Ein Freund aus dem Hostel kam dazu, dazu Mario (der Dritte im Haus) und ein paar Flaschen Wein und - stilecht - Maté. Sehr schön, und trotz drei Deutschen am Tisch wurde ausschließlich spanisch (durchsetzt mit "Chilenismos", die es etwas schwer machen, die Leute hier z verstehen) gesprochen.

Tja, und für gestern war eigentlich Ähnliches geplant. "Dummerweise" haben allerdings Janina, Michael und ich ungeplanterweise je noch 1-2 Leute eingeladen, so dass wir dann ein kleines Fest hier hatten. Ich konnte mit meinen Tortilla-Kochkünsten glänzen und es wurde dann doch ein bisschen spät...

Heute Morgen ist dann Pierre, ein Franzose der hier vor uns gewohnt hat, vorbeigekommen um hier für die zwei Tage vor seiner Abreise nochmal einzuziehen. Netter Bursche, und super um an Tipps für Studium und Reise zu kommen! Donnerstag geht es los mit der Orientacción...

P.S.: Das Notfall-Geld von VISA habe ich zum Glück auch schon bekommen, so dass ich jetzt erstmal über die Runden kommen sollte. Die neuen EC/Kredit-Karten werden nach Stuttgart geschickt: Jan, Jazz, ich bräuchte sie dann recht dringend! :-) Aber ich melde mich noch einmal ausführlicher...  

Montag, 28. Juli 2008

Nur zur Erheiterung

Die Warteschleife der Com.direct-Bank ist ein Lied von Coldplay:

"How long, before I get in, before it starts, before I begin...."

Fand ich sehr passend.

Sonntag, 27. Juli 2008

Keine Fotos

Wie bin ich Maja dankbar, sie hat mir - nachdem bisher alles glatt lief - ein Abenteuer gewünscht. Und wie könnte es anders sein, keine 2 Stunden, nachdem ich ihre Mail gelesen habe wurde mir meine Tasche gestohlen. 

Hier eine Liste mit Dingen die mir jetzt dummerweise fehlen:
- 1 Tasche
- 1 Jacke
- 2 Balistoriegel
- 1 Kamera (daher keine Fotos fürs erste)
- 1 Portemonanaie
- 1 Kreditkarte (gesperrt)
- 1 EC-Karte (gesperrt, aber dank einer unbesetzten Bank-Hotline erst heute)
- 1 Bargeld 
- 1 Sonnenbrille (war schon kaputt, aber noch immer toll)

Zum Glück war ich u.a. mit einer Mexikanerin unterwegs, die für mich alle wichtigen Anrufe gemacht hat, und die mir ein Notfall-Geld bei einer lokalen Bank organisiert hat. Und zum Glück war Joe so nett, mir 100.000 Pesos (ca. 120 Euro) zu leihen, so dass ich über die nächsten Tage kommen werde.

Am Abend wurde dann stilgerecht gefeiert, die ausgiebige Wohnungssuche hatte uns (mir, Joe und Michael, einem anderen Deutschen) den Kontakt zu einem Chilenen eingebracht, der uns ein paar "Insider"-Bars gezeigt hat, und so wurde es dann auch recht feucht-fröhlich...

Heute dann die erste Nacht im neuen Zimmer: Ja, die Winternächte in Santiago SIND kalt. Aber mit drei Decken wird es irgendwann auch gemütlich. Und dank echtem Espresso statt Nescafé ist das Aufstehen auch gar nicht so übel...

Samstag, 26. Juli 2008

Gerade eingezogen


Bonjour!

Nur kurz ein Blitzlicht: Bin eingezogen und stelle fest: richtige Entscheidung. Hab mich schon eingerichtet, bin froh, dass in der WG sogar ein Espressokocher existiert (ansonsten trinkt man hier nur Nescafé...), und ein wunderbar natürliches Bild von mir in meiner neuen Wohnung habe ich dank des Macs auch schon geschossen. 

Vielleicht mache ich sogar noch ein paar weitere Bilder, dann von Santiago - das Wetter ist heute extrem toll, und bei sommerlichen 11 Grad mache ich mich gleich au den Weg.


Freitag, 25. Juli 2008

Mi vida en Santiago de Chile online!

Hola aus Santiago!

Nach einiger Zeit nagen Wartens, ob mein Mac gemacht ist für chilenisches W-Lan, ist hier die gute Nachricht: er ist. Ich liege also gerade auf meinem Bett im Chilly Hostel und verfasse meinen ersten Blogpost... (Nebenbei: Der Name "Chilly" Hostel passt sehr gut - in Chile ist gerade Winter, und die Zentralheizung ist leider hier noch nicht angekommen - dafür immerhin das Internet)

Hier ein kurzer Rückblick auf die ersten Tage.

Die Reise verlief ziemlich gut, die 22h verliefen - haha - wie im Flug. Ein bisschen streberhaft habe ich mich aber schon gefühlt, als ich nach ein paar Stunden meine Spanisch-Grammatik rausgeholt habe und Verben zu konjugieren versuchte... 

In Santiagohabe ich mich dann vor allem um eines gekümmert - ein Zimmer. Die Kontakte hatte ich ja schon vorher übers Internet geknüpft, und war ehrlich gesagt doch ein bisschen überrascht, dass alles tatsächlich so funktionierte, wie ich mir das erhofft hatte: Nummer raussuchen - anrufen - hingehen. Schließlich war ich direkt am ersten Tag in 5 Wohnungen, was mich erstens ziemlich geschlaucht (auf Grund des Small-Talks auf Spanisch und des Rumgelaufes), zweitens in eine Qual-der-Wahl-Situation gebracht hat; in jeder der WGs hätte ich mir das Wohnen gut vorstellen können.

Nach reiflicher Überlegung und Konsultation einiger Vertrauenspersonen habe ich mich schließlich für eine WG in Bellavista, dem Szeneviertel von Santiago, entschieden. Nicht das billigste, aber auch nicht das teuerste Zimmer, mit einem Chilenen und einer anderen Deutschen in der Wohnung, ein bisschen runtergekommen, aber sehr nett, zwei Katzen und einem kleinen "Patio". Wirkt insgesamt sehr relaxt und freundlich, und ich freue mich schon auf meinen Einzug morgen!

Heute war ich dann weiter sehr umtriebig: Gemeinsam mit Joe, einem von zwei durchaus umgänglichen Engländern hier im Hostel (die beide auch an meiner Uni studieren werden) habe ich a) mich als Bürger von Santiago registrieren lassen und b) ein chilenisches Handy gekauft. Ich hoffe man merkt, wie emsig ich war: Gerade mal zwei Tage hier, und schon alles Wichtige erledigt! Spießer! 

Heute Abend war dann noch ein leckeres BBQ im Hostel - Fleisch, Wein & Bier satt -, jetzt gehe ich noch einmal früh schlafen.

Ade'le!

Felix