Drei Ereignisse und ein paar kleinere Updates gibt es in diesem Beitrag, letztere zuerst:
1) Ich kann leider nicht Montañismo machen, dafür schaue ich jetzt mal, ob ich einen anderen Sportkurs finde - eine Option wäre ein Kurs zu Lateinamerikanischem Tanz (Salsa, Merengue, Tango). Oder Capoiera...
2) Unsere Wohnung ist jetzt voll - eine Finnländerin (Paulina) sowie eine weitere Katze (jetzt sind es drei) sind neu eingezogen. Freitag ist Einweihungsparty.
3) Es ist immer noch kalt in Santiago, aber die Sonne macht uns ab und zu richtig schöne Sommertage!
4) Ich habe Post bekommen!!! Danke Birte, Jan und Maja!!!! Und allen Mailschreibern natürlich auch!!!
Soweit dazu, jetzt zum Hauptteil: Wochenende in La Serena, Skifahren II & Asado (BBQ). Sogar mit Fotos!
La Serena ist eine Stadt etwa 7h nördlich von Santiago - das ist etwa die Entfernung ab der die Chilenen anfangen, von "Entfernung" zu sprechen. Berühmt ist sie vor allem als zweitwichtigstes Strandbad von Chile (nach Viña del Mar) sowie für die vielfältige Landschaft sowie den klarsten Himmel Chiles (im Valle Elqui, kurz hinter La Serena). Um es vorweg zu nehmen - wir haben nichts davon gesehen (bzw. genutzt - gesehen haben wir den Strand schon).
Paulina, Janina (meine Mitbewohnerinnen) und ich sind also vergangene Donnerstag Nacht im Überlandbus zur ersten größeren Reise hier in Chile aufgebrochen - ohne viel von der Stadt zu wissen, aber mit der Handynummer einer Chilenin im Gepäck, mit der ich zusammen einen Kurs habe und die in La Serena wohnt (und die sinnigerweise den Spitznamen Serena hat, was regelmäßig zu Verwirrungen führt, wenn man von diesem Wochenende erzählt/schreibt. Dass ihr richtiger Name Janina ist hilft leider angesichts meiner Mitbewohnerin nicht wirklich weiter, um Verwechslungen zu vermeiden...).
Freitag war ein richtiger Sommertag, weshalb wir auch die Stadt von ihrer besten Seite erleben konnten, inklusive 5-stündigem Strandspaziergang in die Nachbarstadt (mit einem riesigen Kreuz auf einem Hügel, das an Hässlichkeit nicht zu überbieten ist). Abends dann frischer Fisch im Restaurant und eine großartige Party mit Serena (der Freundin) und ihren Bekannten in den Klippen am Strand bis in den Morgen. Hier endet dann leider auch das schöne Wetter...
... und weicht einer Jahrhundertsensation. In dieser Gegend regnet es normalerweise nur an fünf Tagen im Jahr, und insofern können wir uns wohl glücklich schätzen, zwei Tage Unwetter am Stück und ohne Pause miterlebt zu haben. Unsere ursprünglich geplanten Ausflüge ins Umland konnten wir uns so abschminken, was angesichts unserer Verfassung (unser "Frühstück" bestand aus KFC im nahe gelegenen Mall gegen 14 Uhr und mit argen Kopfschmerzen) wohl aber auch nicht das Schlimmste war. Ideal war dagegen die Alternative - eine Einladung von Serena in das Haus ihrer Familie zum 50sten Geburtstag ihres Vaters.
Und diesen kann man sich ruhig so Klischeehaft denken, wie man sich eine südamerikanische Familie vorstellt: Alle Verwandten da, es wird gemeinsam gesungen, Gitarre gespielt (ich habe übrigens alles verlernt), viel erzählt, getanzt und gegessen - selbst gebackene Empanadas (gefüllte Teigtaschen, das traditionelle Gericht in Chile). Und wenn man mit blonden Haaren hier unten schon soieso auffällt, hier habe ich eine ganz besondere Verehrerin gefunden - die 8-jährige Cousine von Serena, die mich wohl vom Fleck weg geheiratet hätte...
Leider habe ich noch) nicht die Fotos vom ganzen Wochenende (meine Kamera hatte leider recht schnell keine Energie mehr), hier aber ein, zwei Impressionen:
(Pinguine haben wir zwar nicht gesehen, hätten wir aber können wäre das Wetter besser gewesen. Wir müssen wohl zurückkehren...)
Das zweite wichtige Ereignis ist Skifahren II am Freitag (vorgestern), diesmal in einem anderen Ressort. Muss nicht viel zu gesagt werden, nur dass ich es hasse, dass Franzosen untereinander dauern Französisch sprechen und nur dann spanisch, wenn sie was von einem wollen (aber eigentlich sind sie sehr nett...). Und dass es zwei Stürze gab: Einmal meinen (seitdem tut mir der rechte Rippenbogen etwas weh - aber ist sicher nichts Dramatisches; und wenn, ich bin versichert) und den meiner Freundin Pauline (nicht zu verwechseln mit PaulinA, meiner Mitbewohnerin). Sie hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach einen Kreuzbandriss zugezogen - ärgerlich. Das Wetter war aber toll, und auch hiervon ein paar Bilder:
Schließlich, Asado. Asado bedeutet Grillen/BBQ und ist DIE typische Mahlzeit für Chile. Im Unterschied zu Deutschland wird hier nur Fleisch gegrillt, dafür davon aber umso mehr. Salate, Salsas etc. gibt es nebenher, und irgendwie ist auch die Attitüde anders. Ich will jetzt nicht in Stereotype verfallen, aber ein chilenisches Asado ist irgendwie lockerer/spontaner/unkomplizierter als ein deutsches Grillen. Genau kann ich das leider nicht fassen. Ist halt ein Gefühl. Großartig war es auf jeden Fall heute (Sonntag): Mit ca. 20 Leuten sind wir in den Süden Santiagos zum Haus eines Freundes gefahren, wo groß aufgetischt wurde - ein ganzer Nachmittag nur mit Essen, Musik, netten Gesprächen, neuen Bekanntschaften, Tischtennis - einfach schön. Viel gibt es nicht zu erzählen, dafür auch hiervon Fotos, die einfach einen kleinen Eindruck vom Leben hier geben (zugegeben, das ist schon auch die schönste Seite des Lebens hier):





Und zu guter Letzt: Das Versprechen, in Zukunft wieder häufiger zu schreiben!
Ade'le
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