Ja, ich hatte wohl recht - jetzt ist es gar eine ganze Woche geworden. Und da sich die Beschwerden häufen (ich fühle mich ein bisschen geschmeichelt... immerhin scheint der Blog ja gelesen zu werden) raffe ich mich nun auf und schreibe wieder. Aber anstelle die Tage einzeln durchzugehen, die seit dem Eintrag vom vergangenen Montag verstrichen sind, ein paar auszugsweise Anekdoten und Erkenntnisse (vieles wiederholt sich sonst ja einfach auch - heute Kochen hier, Feiern dort, ...).
Das wohl spektakulärste Ereignis der vergangenen Woche fand am Sonntag statt: Skifahren in den Anden!
Nachdem es geschätzte 8 Jahre her ist, seit ich das letzte Mal auf den Brettern stand war ich angemessen nervös - da halfen auch alle guten Ratschläge á la "das ist wie Fahrradfahren und Schwimmen - das verlernt man nicht" relativ wenig (zumal ich auch lange nicht mehr Fahrrad gefahren bin und neulich in Tübingen Probleme beim freihändigen Fahren hatte!). Da Joe, mein englischer Freund, den ich für die Nacht bei mir einquartiert hatte, leider wie jeder echte Engländer auch richtig gut schnarcht habe ich in der Nacht von SA auf SO zusätzlich noch kein Auge zutun können - Wasser auf die Mühlen meines mulmigen Gefühls.
Früh morgens um 6 sind wir dann aus dem haus, um auch rechtzeitig beim Verleih anzukommen. Ganz unproblematisch (leider nicht ganz so billig) kann man sich da komplett ausrüsten lassen, von Hose bis zu Skiern (eine albern große und selten hässliche Mütze habe ich zum Glück leihen können, meine großartige North Face-Jacke taugt auch als Skijacke). Um 8:30 dann Abfahrt, um 10 standen wir auf der Piste ("wir" sind in diesem Fall 13 Leute - davon allerdings nur 6 engere Freunde).
Was soll ich sagen - es lief ziemlich gut! Ist fast wie Fahrradfahren! Als nicht-ganz-so-perfekter-Fahrer wie die meisten anderen habe ich mich dann einen Großteil der Zeit John gewidmet - einem anderen Engländer, der noch nie Ski gefahren ist... Und wie ein echter Skilehrer habe ich (mit ein bisschen Babysitter-Hilfe der anderen, zugegeben) im Laufe des Tages dazu bringen können, mit nur 3 Stürzen eine Piste runterzukommen ("I ski just like a pro!")! Super Gefühl, im Schneepflug Stöcke-haltend vorneweg zu fahren.
Hier ein paar Bilder...





Neben dem Skifahren ist wahrscheinlich auch nicht ganz unwichtig, dass meine Uni jetzt "richtig" angefangen hat. Meine Kurse sind die folgenden (vor allem für Dörthe, damit sie auf die Frage nach dem "Was macht Felix eigentlich da?" antworten kann!):
1) Narración Grafica - ein ziemlich interessanter Kurs über das gestalten von Grafiken in journalistischen Formaten
2) Taller de Fotografía de Reportaje - Fotoreportagen-Kurs
3) Lenguaje Visuál - Ein Rundumschlag über visuelle Kommunikation. Sehr spannend, aber auch sehr arbeitsintensiv, fürchte ich...
4) Seminario de la Cultura Chilena - Von Volkswirtschaft Chiles bis zur Kultur der Mapuche (der Ureinwohner); extra für die Austauschstudenten zugeschnitten; fängt aber erst im September an
5) Vielleicht Montañismo - Bergsteigen :-) Leider wollen diesen Kurs viel zu viele Studenten machen, es gibt aber nur 20 Plätze. Daher wird das wohl nichts...
So, lange genug geschrieben.
Chau!
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