Moin,
Um ja die zwei-Wochen nicht zu überschreiten muss ich mich jetzt wohl oder übel (faul wie ich bin), ans Schreiben eines neuen Eintrages machen. Passiert ist gar nicht so viel in der letzten Zeit, aber ein paar nette Sachen.
Zum einen ist hier Sommer. Rausgehen tut man nur noch in T-Shirt und Flip-Flops (also, nicht NUR...), und unsere Innenhof-Hängematte ist ständig belegt. Passend für den nahenden Aufbruch an die Pazifikstrände vor der Haustür habe ich mich jetzt auch mal dazu durchgerungen, wieder mit Jogging anzufangen, und es bisher sogar schon sechsmal auf den Cerro San Cristobal, unseren Berg in der Nachbarschaft, geschafft.
Eine Sache die mich nach meiner, nimmt man die USA-Reise und die Tour mit Melanie zusammen, gut dreiwöchigen Abwesenheit hier sehr geschockt hat ist, dass ich ab und zu auch mal studieren muss. Für den Kurs "Narración Gráfica" galt es z.B., Infografiken zu designen. Ein Beispiel meiner Arbeit ist hier:

Ganz vergleichbar mit dem sehr theoretischen Arbeiten in Deutschland ist das nicht, macht aber Spaß. Für nächste Woche muss ich für einen anderen Kurs so z.B. eine Fotoreportage machen...
Highlight der letzten Wochen war ganz klar der Campingausflug vergangenes Wochenende. Aus einer Fixen Idee... (kurze Unterbrechung: Dörthe ruft mich gerade an - auf meinem Handy wohlgemerkt! Aber ich freu mich riesig, endlich mal wieder ein bisschen mit "zu Hause" zu plaudern - "zu Hause" ist auch der Ort, an den ich meine horrende Handyrechnung scicken werde :-) ) ... aus einer fixen Idee ist in jedem Fall dann eine Tour in den Cajon de Maipo geworden, ein Tal in der Andenkordillere hinter Santiago.
Gemeinsam mit "meinen" Mädels - Janina und Pauline, meinen Mitbewohnerinnen - und Paul, einem australischen Freund sind wir also losgezogen. 3h Busfahrt bringen einen in den letzten Winkel des Tals, ein Dorf namens Baños Morales (der Bus fährt auch nur einmal am Tag hin und einmal zurück). Hier gibt es einen kleinen Nationalpark mit Flüssen, Schnee und Lagune (vom Schnee bedeckt), den man schön bewandern kann (schnee-kalt ist es dabei nur an den Füßen!), und ansonsten nicht viel mehr außer weiterer Landschaft.
Unser Zelt haben wir dann in der Nähe des Flusses aufgestellt, an einem wunderbar abgelegenen Rasenplatz inmitten von Schilf. Und hie rhaben wir eigentlich dann auch den ganzen Rest des Ausfluges verbracht: Mit Essen (viel Auswahl gab es nicht: Käsesandwiches, gekochte Eier und Spaghetti mit Tomatensoße), Kartenspielen, Geschichten erzählen, Faulenzen, im Fluß Steine umherschmeißen, Lesen... Und am nächsten Abend ging es dann auch wieder heim. Und trotz der relativen Ereignislosigkeit ein wirklich toller Ausflug! Liegt halt immer auch daran, mit wem man unterwegs ist.
Einige Impressionen auch hiervon (danke übrigens Tim für deine Komplimente für die
Fotos!!!):
Pauline & Janina
Paul
Schnee mit Janina und Paul
Paul, Janina, Pauline (jetzt ist's langsam klar, gell?)
Soweit meine Erzählungen dieses Mal, nächste Woche in den Chile-Diaries: Mein heute um 20 Uhr beginnender Ausflug nach Valparíso (endlich!).
Ciao
P.S.: Es gab auch noch einmal Fußball - Chile vs. Argentinen 1:0!!! Das ERSTE MAL im Rahmen der Qualifikation für eine WM, dass Chile Argentinien besiegt!
"Vamos, Chilenos de corazón: C-H-I!"
"CHI!"
"L-E!"
"LE!!"
"CHI-CHI-CHI"
"LE-LE-LE"
"VIVA CHI-LE!"
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